Die große Kollision
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| Titel |
Die große Kollision
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| Untertitel |
Mensch und Natur
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| Verlag | |
| Ort |
Graz (u.a.)
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| Umfang |
144 S.
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| Schlagwort | |
| Annotation |
PZ 1/87*14 Vom Fortschritt zu reden bedeutet, die Krise der Gegenwart zu bedenken. Altner tut dies konsequent, indem er nicht nur Voraussetzungen, sondern auch Folgen und denkbare Alternativen der vielschichtigen Mensch-Natur-Beziehung diskutiert. Dreh- und Angelpunkt der heftig geführten Debatten um die Zukunft des technischen Fortschritts ist für ihn der von Descartes begründete Autonomieanspruch der menschlichen Vernunft, die Willkür gegenüber Kreatur und Umwelt unter der Devise wissenschaftlicher Objektivität nach wie vor vertretbar erscheinen läßt. Das Prinzip der Verdrängung existentieller Grundfragen gipfelt in einer hybriden Konsumhaltung. Und doch wird angesichts des beschrittenen Weges offenkundig, daß weder der generelle Verzicht auf Technik oder exakte Naturwissenschaft, noch blinde Zuversicht in deren Möglichkeiten am Platze sind. Den Propheten eines neuen technologischen Zeitalters und insbesondere den "klassische Fortschrittskonzepte mit grüner Petersilie garnierenden" Ökomanagern wirft Altner vor, "die konsequentesten Totengräberdienste zu leisten."Vor dem Abgrund radikaler (Selbst-)Zerstörung" beschreibt der Autor zunächst die geschichtlichen Bedingungen der gegenwärtigen Misere in Anthropologie und Theologie und entwirft dann eine Alternative des "dritten Wegs": dem bisherigen Recht auf Natur stellt er ein teilnehmendes und Teilnahme gewährendes Naturverständnis entgegen, wobei jeder Kreatur gegenüber menschlichen Interessen Eigenrechte eingeräumt werden (vgl.87*7). Daß neben der exakten Naturwissenschaften auch ein interdisziplinärer, sinnerfüllter Umgang mit der Natur möglich sein kann, zeigt Altner exemplarisch an drei Beispielen (Goethe, V. v. Weizsäcker und Th. v. Uexküll). In Anbetracht imponierender Chancen und apokalyptischer Gefahren naturwissenschaftlich-technischer Erkenntnis plädiert Altner expressis verbis dafür, "irdisch-global und ökologisch-umfassend" zu denken. Eine ausgewogene, vor allem in der historischen Analyse überzeugende Darstellung.
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