Foundations of Futures Studies Bd. 1
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Foundations of Futures Studies Bd. 1
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| Untertitel |
Human Science for a New Era
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
New Brunswick (u.a.)
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| Umfang |
367 S.
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| ISBN10 |
156002719
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Die hier vorgestellte zweibändige Studie Wendell Bells - der Autor ist emeritierter Soziologe der renommierten Yale University bietet eine gleichermaßen fundierte, umfassende und zudem gut lesbare Darstellung der Geschichte, Theorie und Praxis der Zukunftsforschung (ZF). In Bd. 1 setzt sich Bell zunächst mit dem interdisziplinären Charakter der Disziplin, ihrem Zweck und ihren Grundannahmen auseinander. Ausführlich etwa reflektiert er die philosophische Grundlagen der ZF, wobei der Diskurs darüber, ob die Disziplin eher den Wissenschaften oder den Künsten zuzuordnen sei, breiten Raum einnimmt. Beiden gehe es, so der Autor, um "höhere Wahrheit", auch Kreativität, Subjektivität und Innovation sei da wie dort von nöten. Insgesamt neigt W. Bell der Auffassung zu, ZF sei eher Wissenschaft als Kunst, räumt jedoch ein, daß die Nicht-Faktizität der Zukunft als Gegenargument bestehen bleibe, weshalb ZF auch als "angewandte" bzw. "transdisziplinäre Sozialwissenschaft" verstanden werden könne. In einem weiteren zentralen Abschnitt des ersten Bandes ("An Epistemology for Futures Studies: From Positivism to Critical Realism. S. 191 - 238) beschreibt Bell, von der Differenz zwischen "episteme" (dem absolut gesicherten Wissen) und "doxa" (der [veränderbaren] Meinung) ausgehend, die Entwicklung der ZF im sozialen und politischen Kontext der 60er und 70er Jahre. So werden neun Charakteristika des "Positivismus" als für die ZF der ersten Phase maßgebliche Wissenschaftstheorie benannt, und diesen Axiomen zentrale Postulate des "Postpositivismus" gegenüberstellt. Letztlich plädiert der Autor für eine an Popper orientierte Position eines "Kritischen Realismus" und kommt zu dem Ergebnis, daß Vorhersagen insgesamt zu sozialer Kontrolle auch durch die Annahme des Gegenteils führen. Ausführlich (Bd. 1, S. 239 - 317) widmet sich Bell der Methodendiskussion. Nach grundsätzlichen Überlegungen zu Vielfalt und Qualifikation angewandter Verfahren und deren Differenzen - etwa quantitativ/qualitativ versus explorativ/normativ - widmet sich der Verfasser der ausführlichen Darstellung von Methoden der ZF, wobei Hintergrund und Entwicklung ebenso erörtert werden wie Stärken resp. Schwächen. Beschrieben werden insgesamt 13 Methoden, wobei das Spektrum von Pragmatischer Vorhersage Extrapolation von Zeitreihen Cohort-Component-Methoden (als Verfahren der Demographie) bis zu Ansätzen teilhabender Zukunftsgestaltung (inkl. ,Zukunftswerkstatt') Sozialen Experimenten und der Szenario-Merthode reicht.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg |
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