Exporteure des Todes
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Exporteure des Todes
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deutscher Rüstungsskandal in Nahost
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Göttingen
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176 S.
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PZ 1/91*5 Deutsche Rüstungsgüter haben einen "verteufelt guten Namen", ihrem Export darf nichts im Wege stehen. Die Autoren dieses bereits vor dem Golfkrieg erschienen hochbrisanten Buches konstatieren "Export um jeden Preis". Zitiert wird etwa ein SPD-Bundestagsabgeordneter, der im Zusammenhang eines Tornado-Geschäfts mit Jordanien von einer halben Milliarde Mark Schmiergeld zu berichten weiß. Ein irakischer Auftrag von 1050 "Roland"-Flugabwehrraketen hatte ein Volumen von fünf Milliarden Mark. Darüber hinaus wird auch gezeigt, daß Politiker solche Rüstungsexporte kennen und dulden. So gelang es bisher der Rüstungslobby meist, eine Verschärfung der Gesetze zu mildern oder zu verhindern. Die Spiegel-Redakteure beschreiben Einzelheiten des komplizierten und weitverzweigten Systems des irakischen Einkaufs von Rüstungsgütern. Nach Bekanntwerden dunkler Rüstungsgeschäfte sind Politiker stets überrascht und natürlich empört. Doch solche Geschäfte, auch von anderen Staaten, gibt es erschreckend viele. Im Kriegsfall jedoch wird, wie das deutsch-israelische Arrangement zeigt, schlechtes Politikergewissen wiederum mit Geld und Waffen beruhigt.
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