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      <marc:subfield code="a">Die geheime Botschaft unserer Speisen</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">Was Essen über uns aussagt</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">VERLAGSTEXT: / / Hummerragout, auf dem Betriebsausflug serviert, würde Befremden hervorrufen, ebenso wie Wurstsemmeln - statt feinem Gebäck - bei der Vorstandssitzung der Deutschen Bank. Und eine Hausfrau, die die Speisenfolge Vanillecreme - Matjesfilet - Kraftbrühe auftischt, muss schlicht verrückt sein. Woher wissen wir das alles, und wie kommt es, dass wir uns intuitiv und stillschweigend über das jeweils einzig Passende einig sind? Oder darüber, was eine "richtige Mahlzeit" ist und was nur ein Zwischenimbiss? Weil wir Essen wie eine Sprache handhaben, sagt Helene Karmasin. Eine Sprache, in der wir uns über zentrale Werte unserer Gesellschaft verständigen. Wir setzen sie ein, um Beziehungen anzuknüpfen oder zu stabilisieren, um andere zu beeinflussen, ihnen Respekt und Liebe zu bezeugen, um auszudrücken, wer wir sind und wer wir ganz bestimmt nicht sind, um das Festliche vom Alltäglichen abzugrenzen, um Menschen in unserer Gesellschaft einzubeziehen oder sie auszugrenzen. / / Deshalb vermitteln nur warme Speisen liebevolle Zuwendung, sind BigMac und Pizza, die alle Elemente einer "echten" Mahlzeit vereinen, so erfolgreich. Deshalb lehnen wir manchmal, wenn es um Sicherheit und Vertrauen geht, auch alle Experimente ab und essen lustvoll immer das gleiche: beim Frühstück etwa. Dass die Werbung für Nahrungsmittel, aber auch Restaurants sich dieses geheimen Codes bedienen, leuchtet ein. Helene Karmasin interpretiert verblüffende Beispiele erfolgreicher (aber auch völlig missglückter) Produktwerbung, vergleicht Speisekarten und sieht sich in der postmodernen Bistroküche um. Mit ihren ethnologischen Streifzügen zu Staatsbanketts und Stammesküchen, Kantinen, Eiscafés und Gourmettempeln hält sie unserer Gesellschaft und unserem vermeintlich so individuellen Essverhalten genüsslich den Spiegel vor.</marc:subfield>
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