Jetzt bin ich hier

Bezeichnung Wert
Titel
Jetzt bin ich hier
Untertitel
Anthologie
Verfasserangabe
Autoren: Ruth Boketta ... Hrsg. Maria Braig
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Auflage
Erw. Aufl.
Verlag
Ort
Bedburg
Jahr
Umfang
233 S.
ISBN13
978-3-95667-134-0
Schlagwort
Flucht
Asyl
Menschenrechte
Gesellschaft
Integration
Exil
Migration
Fluchtgründe
Asylverfahren
Abschiebung
Diskriminierung
Zusammenleben
Softcover / Belletristik/Anthologien
Politik und Menschenrechte: Ursprünglich sollte „Jetzt bin ich hier“ eine Anthologie mit Texten von Flüchtlingen werden. In der Ausschreibung hieß es: Für einen Sammelband mit Geschichten von Ref
Männer
Jugendliche und Kinder (auch Zeichnungen sind willkommen). Ob Sie schon Geschichten geschrieben und vielleicht sogar veröffentlicht haben oder ob Sie es einfach einmal versuchen wollen
wir freuen uns auf jeden Beitrag. Die Texte können sich mit der Flucht
dem Asylverfahren und dem Exil beschäftigen
schön wären aber auch Geschichten aus dem alltäglichen Leben zu Hause oder einfach spannende
lustige
traurige
schöne Geschichten und Texte zu jedem beliebigen Thema. Es blieb dann aber nicht bei Texten von Flüchtlingen
es kamen einige Texte von Migrant_innen und von Menschen mit dem sogenannten „Migrationshintergrund“ dazu. Aber: Wann hört der Migrationshintergrund auf und wo beginnt er? Wie viele Generationen müssen es sein und wie viele Kilometer bis zur Grenze? Ist
als ein Däne? Oder ist es die Berlinerin am Bodensee weniger als die Polin in Berlin? Und wenn schon hier beliebige Grenzen und Definitionen herhalten müssen
wo unterscheiden sich dann noch Flüchtlinge und Migranten_innen? Im Grunde ist die Unterscheidung hinfällig
wer Böses denkt
sieht hier einen weiteren Schritt des Auseinanderdividierens von Menschen
um die herrschenden Machtstrukturen besser aufrechterhalten zu können. Hier die Deutschen
mit ausländischen Wurzeln allerhöchstens vor drei Generationen (diese Rechnung erinnert fatal an die jüngere deutsche Vergangenheit)
da die Flüchtlinge aus aller Welt
die man möglichst schnell wieder loswerden will
und dort die Migrant_innen
die man nicht mehr loswerden kann und zu allem Übel oft auch noch braucht. Die Grenzen sind fließend. Flüchtlinge sind auch Migrant_innen und Migrant_innen fliehen in den meisten Fällen auch vor irgendetwas. Sei es vor dem Alltag
der Arbeitslosigkeit
der Unmöglichkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen - es gibt unzählige solcher Gründe.
Erzählende Literatur: Anthologien
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Jetzt bin ich hier Sammlung von Texten zu den unterschiedlichsten Themen: Kurzgeschichten, Gedichte, sogar eine wissenschaftliche Arbeit finden sich hier. Die Texte befassen sich zu einem großen Teil mit Fluchtgeschichten und- Fluchterfahrungen, handeln aber auch vom Arbeitsalltag, von Flugangst und allem, was zum Leben gehört. Die unterschiedlichen hier versammelten Texte zeigen sowohl anhand des Genres wie durch die Thematik das breite Spektrum der schreibenden Migrant_innen
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