Moderne und Ambivalenz

Bezeichnung Wert
Titel
Moderne und Ambivalenz
Untertitel
das Ende der Eindeutigkeit
Verfasserangabe
Zygmunt Bauman. Aus dem Engl. von Martin Suhr
Medienart
Sprache
Person
Auflage
1. Aufl.
Verlag
Ort
Hamburg
Jahr
Umfang
450 S.
ISBN10
3-936096-52-X
ISBN13
978-3-936096-52-1
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Moderne und Ambivalenz : Das Ende der Eindeutigkeit Modernity and Ambivalence / von Zygmunt Bauman Die Moderne hat sich eine unlösbare Aufgabe gestellt. Ihr Anspruch, die Welt durchschaubar zu machen, war von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil er die grundsätzliche Ambivalenz der Welt und die Zufälligkeit unserer Existenz, unserer Gesellschaft und unserer Kultur leugnete. Jeder Versuch, diese Tatsache aus der Welt zu schaffen, hat immer nur neue Ambivalenz erzeugt – ein Teufelskreis, der schließlich mit dem Nationalsozialismus in den Versuch mündete, alles Ambivalente zu vernichten. Erst die Postmoderne verabschiedet sich von dem Versprechen, eine übersichtliche Welt zu schaffen. Sie erkennt, daß der Wille, die unabänderliche Zweideutigkeit menschlicher Existenz zu beheben, gleichbedeutend ist mit dem Willen, den Menschen seiner Freiheit zu berauben. Möglicherweise bereitet die Postmoderne eine Zeit vor, in der wir gelernt haben werden, mit dem Zwei- und Vieldeutigen zu leben. Tolerant kann nur sein, wer die Ambivalenz alles Menschlichen anerkennt. Zygmunt Bauman konfrontiert uns in seiner brillanten Studie mit den Schattenseiten des Projekts der Moderne. Er verarbeitet die Einsichten einer Philosophie der Kontingenz (Richard Rorty) und zeigt, daß wir nie wieder Zuflucht bei der Eindeutigkeit suchen dürfen. Baumans Buch ist ein überzeugendes Plädoyer für eine tolerante Ambivalenz und damit ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion um Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus.
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