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      <marc:subfield code="c">Hrsg. v. Max Himmelheber-Stiftung</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="v">Jg. 31 (2001/2002)</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Zur "Rückkehr zum menschlichen Maß" ließ sich der "Scheidewege"-Stifter Max Himmelheber - der Ende 2000  97jährig gestorben ist - von E.F. Schumacher, Leopold Kohr, Erwin Chargaff und weiteren Experten inspirieren, deren Warnungen vor den Folgen der Globalisierung er in seiner alternativ-philosophischen Zeitschrift zur Diskussion stellte. Auswege aus den Abwegigkeiten und ausgetretenen Pfaden zu suchen, war seine Fähigkeit, die er u.a. als begeisternder Pfadfinderführer und als Pionier der Spanplattenproduktion weiterentwickelte (S. 408ff). Nach gut 25 Jahren werden die lokalen und globalen Entwicklungen erneut mit der fortschreitenden Entfremdung von der ursprünglichen Lebensbasis konfrontiert. Klaus M. Meyer-Abich stellt dazu fest: "Jenseits der Heimatverluste durch Vertreibung und Modernisierung aber ist Heimatlosigkeit ein Grundzug der industriellen Wirtschaft, wie sie nun ihren Siegeszug um die Erde hält... Marx' Feststellung: zu Hause nicht bei der Arbeit und bei der Arbeit nicht zu Hause, wird dadurch noch übertroffen, denn nun sind die Beschäftigten nicht einmal in ihren Wohnungen richtig zu Hause." (S. 6). "Die Naturzerstörung und der Zerfall der politischen Öffentlichkeit sind meines Erachtens nur verschiedene Seiten derselben Heimatlosigkeit.... zu Lasten der Erde, die wir nicht als Heimat empfinden, und zu Lasten der Zukunft, die uns keine neue Heimat verspricht." (S. 8). Für Meyer-Abich können die fortschrittsfeindlichen deutschen Heimatschutzbewegungen nur durch einen aktiven Einsatz für eine "nachhaltige oder zukunftsfähige Wirtschaft" überwunden werden. Deren "politische Heimat in der Demokratie" recht über das Wirtschaftliche hinaus und schließt ein Engagement "in Bürgerinitiativen, politischen Verbänden, Parteien oder Interessen-Vereinigungen" ein. (S. 18f). "Unser Wohlstand", so der Philosoph weiter, "kommt andere teuer zu stehen. Wir wirtschaften zu Lasten der Natur, zu Lasten der Dritten Welt und obendrein zu Lasten der Nachwelt. Dies alles ist aber nicht nur unsittlich, sondern wir leben damit zu Lasten der Heimat, die wir doch eigentlich gern finden würden, um ganz zur Welt zu kommen." (S. 26). Hermann Bausinger führt diese Überlegungen unter "Globalisierung und Heimat" fort und schließt mit einer Maxime von Karl Kraus: "Es sei besser, mit alten Worten Neues als mit neuen Worten Altes zu sagen." (S. 42). Die Kabarettisten der "Distel" liefern mit ihrem Slogan: "Vorwärts und nicht vergessen: die eigenen Interessen" (S. 77) für Heinz Theisen die Metapher für seine Analyse einer nachhaltigen, gemeinschaftszerstörenden Korruption, die er auch im Projekt der Osterweiterung der EU ausmacht, und die er durch eine Haltung der Kooperation ersetzt sehen möchte. Dass die Rückkehr zum "Kleinen" nicht vor Mikro-Gefahren mit Makro-Folgen schützt, belegen Beispiele u.a. von Klaus D. Frank zu Tschernobyl, Vittorio Hösle zur Biotechnologie, Till Bastian zu Krankheitsrisiken und Thomas Macho zur "Herodesprämie" für Schlachttierproduzenten in der EU. Ein im politischen Engagement oft zu kurz kommendes positives Element - den Genuss ? preist Mathias Grefrath an: "Genuß ist Öffnung, ein anderer Aggregatszustand der Welt; nicht Schleifung der Grenzen, sondern die Bewegung ihrer Überschreitung" ... Genuß ist: sich entsperren, sich in die Welt einlassen... Genuß ist immer Gemeinschaft..." (S. 208f). Jürgen Dahl, Essayist  und "Scheidewege"-Schriftleiter seit 1974, übergab knapp vor seinem Tod (im Oktober 2001) seine Funktion an den Erziehungswissenschafter Walter Sauer. Dahls Credo (aus  "Nachrichten aus dem Garten"): "Wir hegen den Garten und der Garten hegt uns - aber was von weitem aussieht wie eine Idylle, ist in Wahrheit der verzweifelte Versuch, ein winziges Stück Erde aus dem großen  Krieg gegen die Natur herauszuhalten. Nicht die Flucht ins kleine Glück also, sondern Widersetzlichkeit, Partisanentum." In seinem letzten Essay "Wer liefert eigentlich was?" nimmt er sich ein (un)scheinbares Randthema vor - ein Nachschlagewerk mit 72000 Stichwörtern, produziert vom Firmenimperium Ameritech, das mit vorgetäuschtem Wort-Reichtum Lieferanten von Konsumgütern anpreist. Dahl amüsiert sich über die Überfütterung durch einen "Kopulationswortschatz", etwa am Beispiel einer "Computerfütterungsanlage" ... also, eine Maschine, die den Computer mit Daten füttert, auf dass er sie später in verdauter Form wieder ausspeie?" (S. 396f).</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">420 S.</marc:subfield>
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