Titos langer Schatten

Bezeichnung Wert
Titel
Titos langer Schatten
Untertitel
Bomben- und Geheimdienstterror im Kärnten der 1970er Jahre
Verfasserangabe
Alfred Elste ; Wilhelm Wadl. Unter Mitarb. von Hanzi Filipič und Josef Lausegger
Medienart
Sprache
Person
Auflage
2., korrigierte Aufl.
Verlag
Ort
Klagenfurt am Wörthersee
Jahr
Umfang
832, LXIV S.
ISBN13
978-3-900531-97-3
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Titos langer Schatten : Bomben- und Geheimdienstterror im Kärnten der 1970er Jahre / von Alfred Elste, Wilhelm Wadl In den 1970er Jahren war Kärnten geprägt von einem ethnischen Konflikt, bei dem es zu massenhaften Sachbeschädigungen gegenüber öffentlichen Einrichtungen und privatem Eigentum kam. Untergrundgruppen verübten, teilweise mit aktiver Unterstützung des jugoslawischen Geheimdienstes, 19 politisch motivierte Sprengstoffanschläge. Agents provocateurs verfolgten eine Strategie der Spannung und erzeugten ein Klima der Angst. In Kärnten sollten bürgerkriegsähnliche Unruhen provoziert werden, um einen Vorwand für ein bewaffnetes Einschreiten zu konstruieren. Zahlreiche Österreicher waren in das nachrichtendienstliche Netzwerk der UDBA eingebunden und lieferten jahrelang unbehelligt Informationen aus sensiblen Bereichen der Exekutive und des Heeres. Dadurch wurde die Aufklärungsarbeit der Sicherheitsbehörden unterlaufen, die zudem von der Politik behindert wurde, weil man die vermeintlich guten Beziehungen zu Jugoslawien nicht gefährden wollte. Durch die Auswertung umfangreicher, bislang nicht zugänglicher Quellenbestände wurde deutlich, wie gleitend die Grenze zwischen Verbalradikalismus und Terrorismus war und wie sehr der ethnische Konflikt in Kärnten von außen gesteuert und befeuert wurde.
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