Es wird gestorben, wo immer auch gelebt wird

Bezeichnung Wert
Titel
Es wird gestorben, wo immer auch gelebt wird
Untertitel
16 Protokolle über den Abschied vom Leben
Verfasserangabe
Katrin Rohnstock (Hrsg.)
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Berlin
Jahr
Umfang
221 S.
ISBN10
3-89602-774-3
ISBN13
978-3-89602-774-0
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Es wird gestorben, wo immer auch gelebt wird : 15 Porträts über den Abschied vom Leben / von Katrin Rohnstock Das Sterben ist heute so tabuisiert wie in den fünfziger Jahren der Sex. Dabei ist dieses Thema für die Alten so selbstverständlich wie für die Jungen die sexuelle Aufklärung. Immer mehr Menschen werden sehr alt, daran muss sich unsere auf Jugendlichkeit getrimmte Gesellschaft erst gewöhnen. Dieses Buch gibt konsequent den Über-Achtzigjährigen das Wort: Sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen, darüber zu reden und nachzudenken ist normal für die, die wissen, dass ihr Leben in absehbarer Zeit zu Ende geht. Es wurden Menschen befragt, die älter als achtzig Jahre sind: Wie soll Ihre Beerdigung ablaufen? Wer soll dabei sein? Was möchten Sie ein letztes Mal tun? Was bleibt offen? Was war das Wichtigste in Ihrem Leben? Was möchten Sie weitergeben? Was bleibt vom Leben? Was kommt danach? – Auf den Tod kommen sie von selbst zu sprechen. Alte Menschen bereiten sich auf den Abschied vor, sie ordnen ihre Verhältnisse, sie regeln ihr Erbe, und keineswegs nur das monetäre, sondern auch das ideelle. Die Texte sind so verschieden wie die Menschen. Ihr Verhältnis zum Sterben formt sich durch ihre Lebenserfahrungen. Von der Schneiderin, die jeden Tag mit Aktivitäten füllt und nachts mit ihren Toten spricht, über den nüchternen Bauingenieur bis hin zum Philosophen, der sich in sein eigenes Denkgerüst flüchtet. Sie erzählen von ihrem Glauben, ihren Ängsten und Wünschen, von Ritualen und ihren eigenen Bildern vom Tod. Die Herausgeberin Katrin Rohnstock, Jahrgang 1960, wird als Autobiografikerin ständig mit dem Thema Sterben konfrontiert. Die Gründerin der Firma Rohnstock Biografien hört Menschen zu, die am Ende ihres Lebens stehen und ihre Lebens­geschichte in einem Buch zusammengefasst finden möchten. In über einhundert Gesprächen fiel ihr auf, dass der Tod häufig eine wichtige Rolle spielt – im Denken und Handeln der Alten. Für sie ist das Reden über das Sterben meist eine Selbstverständlichkeit, ja ein Bedürfnis. Die meisten jüngeren Menschen können mit diesem Thema nicht umgehen. Sie haben oft Angst davor und können nicht akzeptieren, dass alte Menschen mit dem Tod leben. Deshalb hat Katrin Rohnstock ihr Team von Autobiografikern eingeladen, alte Menschen zu befragen. So entstanden aus fünfzehn verschiedenen Federn fünfzehn Geschichten, in denen fünfzehn ganz unterschiedliche Menschen erzählen.