Medaillons

Bezeichnung Wert
Titel
Medaillons
Untertitel
Erzählungen/ Zofia Nałkowska ; aus dem Polnischen mit einem Nachwort von Marta Kijowska
Medienart
Sprache
Person
Auflage
Erste Auflage
Verlag
Ort
Frankfurt am Main
Jahr
Umfang
142 Seiten
ISBN10
3-89561-464-5
ISBN13
978-3-89561-464-4
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Medaillons Medaliony / von Zofia Nałkowska »Medaillons«, das sind acht Begegnungen mit Opfern und Handlangern des Nationalsozialismus: Eine Frau befreit sich mühsam aus dem fahrenden Viehwaggon, stolpert über die Gleise und wird auf der Flucht angeschossen. Wie im Traum nimmt sie wahr, dass Menschen um sie herum sich zögerlich fragen, ob sie ihr helfen oder sich lieber in Sicherheit bringen sollen. Eine andere, die für die Ausrottung der Juden Verständnis hat, weil sie deren Hass auf die Polen mehr als die Nazis fürchtet, hört beim Blumengießen auf dem Warschauer Friedhof, wie die verzweifelten Stimmen der im Ghetto Eingeschlossenen zu ihr dringen. Mitarbeiter eines Labors finden nichts dabei, dass ihr deutscher Vorgesetzter aus Menschenknochen Seife herstellt. Es sind Geschichten des Grauens, die eine Beobachterin in einer zugleich glasklaren und poetisch dichten Sprache einfängt. Sie selbst hält sich im Hintergrund und verzichtet auf jegliche Wertung, wodurch sie die geschilderten Verbrechen und Leiden umso intensiver für sich sprechen lässt. Zofia Nałkowskas 1946 erschienene, von Marta Kijowska neu übersetzte und mit einem Nachwort versehene »Medaillons« gelten als ein Meisterwerk der Miniaturprosa und einer der wichtigsten Texte der polnischen Kriegsliteratur. »Dieses Schicksal haben Menschen den Menschen bereitet«, lautet Nałkowskas Erkenntnis, die bis heute nichts an Gültigkeit verloren hat.
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