Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung
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| Verfasserangabe |
Winfried Wolf
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Hamburg
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| Umfang |
205 S.
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| ISBN10 |
3-89458-209-X
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Jenseits des "Krieges gegen den Terror" analysiert der Autor die neue Geopolitik der USA und ihre (Öl)-Interessen im Nahen Osten aus politökonomischer Sicht und unterzieht dabei den Afghanistankrieg sowie die neue Konfrontation mit dem Irak einer kritischen Bewertung. Mit brisanten Fakten zeigt er, wie die "Rüstungsindustrie zum Kriegsgewinnler" der neuen "Sicherheits"-Politik im Gefolge des "11. September" wird. Für Wolf dienen die neuen Interventionskriege auch als "Waffentest", wobei hier durchaus historische Kontinuität zu sehen sei. War es im Ersten Weltkrieg das Giftgas, "das tausende Soldaten einen schrecklichen Tod sterben ließ", so sei im Golfkrieg 1990/91 erstmals urangehärtete Munition eingesetzt worden, "die tausenden Irakis den Krebstod bringt". Im Militärschlag gegen Afghanistan wiederum wurden die "thermobarbarischen Bomben" erprobt, die den in unterirdischen Höhlenkomplexen versteckten Menschen ein qualvolles Ende bereitet hätten. Näher zu diskutieren wäre schließlich die These des Autors, dass der Krieg der Ankurbelung des in die Sättigungskrise taumelnden Kapitalismus dienen würde, wenn er den Zusammenhang von "Krise, Krieg und Konjunktur" herstellt. Bereits vor den Terroranschlägen und nicht durch diese bedingt ist die US-Wirtschaft - so weist Wolf nach - in jenes Konjunkturtief gefallen, dass Japan und die EU bereits seit Jahren anhaftet, und dem mit sicherheitspolitischen Konjunkturprogrammen entgegen gewirkt wurde. So sind im US-Haushalt 2002/2003 allein für die Bereiche "Militärausgaben" und "Innere Sicherheit" 150 Mia Dollar veranschlagt. Der Autor spricht daher zu recht von einem "militärpolitischen Keynesianismus". Hans Holzinger
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