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      <marc:subfield code="a">Unternehmensstrategie</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Die Arbeit hoch?</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Post-Fordismus</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="c">Erich Ribolits</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Bildung - Arbeit - Gesellschaft</marc:subfield>
      <marc:subfield code="v">Band 18</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen", schickte Gott dem aus dem Paradies vertriebenen Menschen als Fluch hinterher. Arbeit galt bis in die frühe Neuzeit als Strafe oder zumindest als etwas Unangenehmes, dem man sich so weit wie möglich zu entziehen trachtete. So bedeutete auch das althochdeutsche Wort "arabeiti" ursprünglich "eine des freien Mannes unwürdige Mühsal". Erst unter dem Einfluß protestantischer Strömungen, insbesondere des Calvinismus, des Puritanismus und des Pietismus, vollzog sich allmählich eine Aufwertung der Arbeit, bis sie zum Selbstzweck erhöht war. Umgekehrt wurde nun, die vita contemplativa, der Müßiggang, den antike Philosophen als edelste, ja einzig menschenwürdige Existenzform gepriesen hatten, als "aller Laster Anfang" verteufelt. Der Wiener Universitätsdozent Erich Ribolits zeichnet diese Entwicklung kritisch nach und übersieht dabei auch nicht die Vergötzung der Arbeit in linken Bewegungen. Die Geschichte des Kapitalismus ist für ihn nicht zuletzt als ein Prozeß der Verinnerlichung von Arbeitsethos lesbar. Der vorläufige Gipfel ist heute in der vom Autor angeprangerten "Totalverzweckung" des Menschen erreicht. Als mutiger Kämpfer wider den Zeitgeist hat Ribolits sich vorgenommen, den trotz wachsender Arbeitslosigkeit immer noch grassierenden Arbeits- und Leistungskult als Ideologie zu entlarven. Euphorisch kolportierte Schlagwörter wie "Umschulung", "Weiterbildung", "Schlüsselqualifikationen", "lean production" oder "management by love" werden radikal entzaubert. Die Kritik mündet in ein engagiertes Plädoyer für die Muße, die den einzigen Ausweg aus dem Leistungs- und Konsumzwang zu bieten scheint. Der individualistischen Verweigerung haftet freilich ein resignatives Moment an: Politischer Aktivität zwecks allgemeiner Durchsetzung des Rechts auf Müßiggang werden offensichtlich wenig Chancen zugebilligt, daher fehlen z. B. Überlegungen zu einer generellen Arbeitszeitverkürzung, arbeitslosem Grundeinkommen oder einer Wertschöpfungsabgabe. Kritisch anmerken läßt sich schließlich, daß der Autor, der doch einerseits die Indienstnahme von Psychoboom und Esoterik für die immer raffiniertere Manipulation und Gefügigmachung der Menschen durchschaut, sich selber auf C. G. Jung und östliche Philosophien beruft, um seinen Begriff von Muße zu illustrieren. Er bewegt sich damit selber an der Schwelle zum Supermarkt käuflicher Heilsangebote.</marc:subfield>
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