Nichtstun

Bezeichnung Wert
Titel
Nichtstun
Untertitel
eine Kulturanalyse des Ereignislosen und Flüchtigen
Verfasserangabe
Billy Ehn/Orvar Löfgren. Aus dem Engl. von Michael Adrian. [Institut für Sozialforschung
Medienart
Sprache
Person
Auflage
1. Aufl.
Verlag
Ort
Hamburg
Jahr
Umfang
303 S.
ISBN10
3-86854-240-X
ISBN13
978-3-86854-240-0
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Nichtstun : Eine Kulturanalyse des Ereignisslosen und Flüchtigen / von Billy Ehn, Orvar Löfgren Acht Uhr morgens: mit geistesabwesend durchgeführten Routinen beginnt der Tag – vierzehn Uhr im Büro: der Blick aus dem Fenster verführt zum Abschweifen und Träumen – Viertel vor sechs im Supermarkt: in langen Schlangen stehen die Menschen wartend an der Kasse. Wir alle kennen solche »leeren« Zeiten des Alltags. Billy Ehn und Orvar Löfgren geleiten uns auf eine Reise in die Welt dieser Übergangszonen, Zwischenzeiten und Pausen. In ihrer Kulturanalyse des Flüchtigen und schwer Fassbaren schildern sie, was in der geheimen Welt der Köpfe passiert, wenn allem Anschein nach gar nichts passiert, wenn Menschen sich von der Aussicht, »nichts zu tun«, angezogen oder abgestoßen fühlen, wenn sie geduldig oder wütend warten, wenn sie alltägliche Routinen gedankenverloren erledigen und in mehr oder weniger abstrusen Tagträumen »die Realität fliehen«.Sie untersuchen, wie sich die Formen des Nichtstuns und die gesellschaftliche Haltung dazu in verschiedenen kulturellen Kontexten entwickeln und verändern, wie individuelle Gewohnheiten, Gedanken und Gefühle kulturell geformt werden. Die beiden schwedischen Wissenschaftler nutzen Literatur, Kunst, Film, Medien oder das Internet, private Anekdoten und Interviews, um zu erkunden, was Menschen tun, wenn sie warten, alltäglichen Routinen nachgehen oder tagträumen. Ihre Beispiele aus Schweden, den USA, Deutschland, Japan, Syrien oder Ghana stecken voller sehr vertrauter, aber auch überraschender Details. In Lebenszusammenhängen, in denen Effizienz oberste Priorität hat und wir auch in der Freizeit die sofortige Befriedigung unserer Bedürfnisse erwarten, kann Nichtstun auch subversives Potential in sich tragen.
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