Ein Haydn-Spaß
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Titel |
Ein Haydn-Spaß
|
| Untertitel |
Joseph Haydn in Bildern und Geschichten
|
| Verfasserangabe |
Ingeborg Schödl
|
| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Wien
|
| Jahr | |
| Umfang |
117 S. : zahlr. Ill. (farb.)
|
| ISBN10 |
3-85351-206-2
|
| ISBN13 |
97838535120
|
| Schlagwort | |
| Annotation |
Eine vielschichtige Persönlichkeit - variantenreich dargestellt. (ab 8) (JE) Das 'Haydn-Jahr ist ein guter Anlass, einen der ganz Großen der Musikgeschichte unter neuen Blickwinkeln zu beleuchten. Im vorliegenden Buch gelingt dies besonders gut. Lene Mayer-Skumanz hat gemeinsam mit Friedl Hofbauer, Jutta Treiber, Gerda Anger-Schmidt, Christoph Mauz, Monika Pelz, Cornelia Buchinger, Eva Maria Teja Mayer, Elisabeth Etz sowie Annett Stolarski als Illustratorin eine bunte Sammlung von biographischen Erzählungen, Anekdoten, Sachtexten und Comics geschaffen, die den großen Meister nicht nur als historisch verklärte Figur, sondern als vielschichtige Persönlichkeit lebendig werden lassen. Die Zugänge sind ebenso kreativ wie ungewöhnlich. So erscheint in der ersten Geschichte Joseph Haydn im Kinderzimmer des kleinen Jo und beschwert sich, dass er auf Bildern immer nur als ernst blickender Erwachsener dargestellt wird. Im Gespräch mit dem Buben erläutert Haydn die Eckdaten seines Lebens. Das Elternhaus in Rohrau, die Zeit bei seinem Onkel in Hainburg sowie die Jahre als Sängerknabe in Wien - die Stationen seines Werdeganges werden in weitere Geschichten verpackt. Ein Beispiel für die kreativen Möglichkeiten, das Lebensbild von Joseph Haydn zu beschreiben, liefert Monika Pelz mit ihrer Geschichte 'Die Wette. Darin unterhalten sich zwei Engel über die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des jungen Haydn und wägen die Voraussetzungen für eine internationale Karriere ab. Seine unbändige Wissbegier, sein Fleiß und seine guten Manieren stehen auf der positiven Seite, während sein derbes Gesicht, die Höckernase und Pockennarben als Karrierehindernis betrachtet werden. Nicht fehlen dürfen in diesem Buch natürlich auch die Entstehung der Abschiedssinfonie oder die Begegnungen mit Kaiserin Maria Theresia. Gebührender Raum ist auch seiner Zeit in England gewidmet, sie steht im Zeichen von großem Erfolgsdruck, aber auch vom Genuss des Triumphes. Die Ehre, die Haydn hier zuteil wird, begleitet ihn auch nach seiner Heimkehr nach Wien bis zu seinem Tod. Nach seinem Oratorium 'Die Jahreszeiten fühlt sich Joseph Haydn ausgebrannt und kraftlos: 'Oh Gott, ich bin so müde - Amen und gute Nacht! Spätestens an dieser Stelle weiß der Leser, dass der Titel des Buches seinem Inhalt nicht immer gerecht wird. Und das ist auch gut so, denn es wäre zu einfach gewesen, das Leben dieses großen Komponisten auf seine Scherze und Abenteuer zu reduzieren. - Ein Buch, über das man sich nicht nur im Haydn-Jahr freuen darf! *bn* Hannes Preßl
|
