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Spiritualität in Lebensbereichen der Pädagogik : Diskussionsbeiträge zur Bedeutung spiritueller Erfahrungen in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen

Spiritualität – ein relevanter Themenbereich für die Pädagogik? Welche Bedeutung kann spirituelles Erfahren und Erleben im Feld Bildung und Erziehung haben? Die AutorInnen gehen diesen Fragen nach und untersuchen, wie in unterschiedlichen Bereichen der Forschung und Praxis Spiritualität bisher thematisiert und eingesetzt wurde und wie man sich dem Thema wieder neu nähern kann. Damit wird eine Gegenposition zu einer Pädagogik der standardisierten Messung formuliert. Spirituelle Erfahrungen führen offenbar zu einem erhöhten Verantwortungsgefühl für den Umgang mit den eigenen Erkenntnissen.

Dieser Band zeigt, dass Spiritualität, recht verstanden, jeden von uns unmittelbar trifft; dass es um den Sinn seines konkreten Lebens geht. Die standardisierte Messung von Kompetenzen setzt ein Lernen voraus, das sich die Welt auf rational zivilisierte Weise durchsichtig und zu eigen zu machen sucht. Die Welt schrumpft so der Tendenz nach zu Ware und Konsumgut – Lernen wird zum Hürdenlauf der Erledigung von vorformulierten Aufgaben. Zeithandhabung, Raumgestaltung, Sinnlichkeit, Symbolisierungstendenz werden durch Arten des Lernens, die auf reine standardisiert messbare Ergebnisse zielen, ebenso bestimmt wie die Gussformen, in die Lerninhalte aller Art – vom Dreisatz bis zu Rembrandt und Hölderlin – zu bringen sind, um lehr- und lernförmig zu werden. Die AutorInnen graben verschüttete oder bedrohte Ströme von Erfahrungsformen aus und machen sie stark. Gegen die Erstarrung der Weltbeziehung in Beherrschungs- und Besitzattitüden regt sich manche Gegenbewegung, die verschüttete oder bedrohte Ströme von Erfahrungsformen auszugraben und stark zu machen versucht. Davon handelt dieses Buch. Durch eine entsprechende Grundhaltung und gezielte Bemühungen möge es zur Sensibilisierung für spirituelle Erfahrungen beitragen.
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