Landgrabbing

Bezeichnung Wert
Titel
Landgrabbing
Untertitel
Landnahmen in historischer und globaler Perspektive
Verfasserangabe
Birgit Englert/Barbara Gärber (Hg.)
Medienart
Sprache
Person
Reihe
Reihenvermerk
33
Verlag
Ort
Wien
Jahr
Umfang
232 S.
ISBN10
3-7003-1895-2
ISBN13
978-3-7003-1895-8
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Landgrabbing : Landnahme in historischer und globaler Perspektive Der Begriff "Landnahmen" wird weit gefasst und bezieht sich auf Landnahmen im Kontext von kolonialer Eroberung und vor dem Hintergrund totalitärer Regime. Landnahmen im Zuge der Schaffung von Siedlerkolonien und die noch andauernden Reformprozesse werden ebenso diskutiert wie der Konflikt um Land zwischen Palästina und Israel. Auch auf geplante (und teils ausgeführte) Umsiedlungen von Kleinbauern und -bäuerinnen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten sowie Landnahmen durch die kommunistischen Regime der Sowjetunion und China wird in diesem Band fokussiert. Die gegenwärtige Form von „Landgrabbing“ durch private und staatliche Investoren nimmt eine zentrale Rolle in diesem Band ein – wie in Kolumbien wo Paramilitärs die Bevölkerung von ihrem Land vertreiben und dieses an internationale Investoren verkaufen oder in Ghana, wo, wie auch in vielen anderen afrikanischen Ländern, Landgrabbing für die Produktion von Agrartreibstoffen immer mehr an Aktualität gewinnt. Die Enteignung von Land im Namen des Naturschutzes, sogenanntes Green Grabbing, wird anhand des Beispiels der Batwa in Uganda thematisiert. Landgrabbing findet freilich nicht nur auf nationaler Ebene statt, sondern auch innerhalb von familiären Kontexten. Besonders betroffen sind Frauen, deren Rechte auf Land in vielen Ländern aufgrund ungleicher Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern oft unsicher sind. „Landgrabbing“ soll sowohl in seiner aktuellen Ausprägung als auch in historischer Perspektive beleuchtet werden, Kontinuitäten in Bezug auf Landnahmen sollen sichtbar werden.
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