Gekränkte Freiheit

Bezeichnung Wert
Titel
Gekränkte Freiheit
Untertitel
Aspekte des libertären Autoritarismus
Verfasserangabe
Carolin Amlinger/Oliver Nachtwey
Medienart
Sprache
Person
Auflage
Erste Auflage, Originalausgabe
Verlag
Ort
Berlin
Jahr
Umfang
478 Seiten
ISBN10
3-518-43071-8
ISBN13
978-3-518-43071-2
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Gekränkte Freiheit : Aspekte des libertären Autoritarismus / von Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey Corona-Leugner mit Blumenketten, Künstlerinnen, die naturwissenschaftliche Erkenntnisse infrage stellen, Journalisten, die sich als Rebellen gegen angebliche Sprechverbote inszenieren: Der libertäre Autoritäre hat Einzug gehalten in den politischen Diskurs. Er sehnt sich nicht nach einer verklärten Vergangenheit oder der starken Hand des Staates, sondern streitet lautstark für individuelle Freiheiten. Etwa frei zu sein von Rücksichtnahme, von gesellschaftlichen Zwängen – und frei von gesellschaftlicher Solidarität. Der libertäre Autoritarismus, so Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, ist eine Folge der Freiheitsversprechen der Spätmoderne: Mündig soll er sein, der Einzelne, dazu noch authentisch und hochgradig eigenverantwortlich. Gleichzeitig erlebt er sich als zunehmend macht- und einflusslos gegenüber einer komplexer werdenden Welt. Das wird als Kränkung erfahren und äußert sich in Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit. Auf der Grundlage zahlreicher Fallstudien verleihen Amlinger und Nachtwey dieser Sozialfigur Kontur. Sie erläutern die sozialen Gründe, die zu einem Wandel des autoritären Charakters führten, wie ihn noch die Kritische Theorie sich dachte. Die Spätmoderne bringt einen Protesttypus hervor, dessen Ruf nach individueller Souveränität eine Bedrohung ist für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen: die Verleugnung einer geteilten Realität.