Frauen, die alles wissen
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Frauen, die alles wissen
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Carlo Fruttero. Übers. von Luis Ruby
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
München
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| Jahr | |
| Umfang |
246 S.
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| ISBN10 |
3-492-05139-1
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| ISBN13 |
97834920513
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| Fußnote |
Übers. aus dem Ital
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| Annotation |
Sieben Frauen machen sich Gedanken über den Tod einer ehemaligen Prostituierten. (DR) Die praktische Beatrice, die überforderte Camilla, die penible Carabiniera, die bodenständige Journalistin, die weinerliche Lucia, die schöne Mara und die alte Gräfin machen sich ihre Gedanken um die Ermordung der ehemaligen Prostituierten Milena, die, wie einst das Aschenputtel, den Weg von der Gosse ins Märchenschloss fand. Acht Frauen bis in ihren innersten Wesenskern von einem Mann geschildert, das könnte eine Abrechnung des Autors mit dem weiblichen Geschlecht sein. Der Reiz des Buches liegt in den zwischenmenschlichen Verstrickungen seiner Figuren, die vielschichtig und in all ihren Widersprüchen gezeichnet sind, schonungslos, aber nicht entblößend. Die Hauptfigur jedoch ist die Ermordete, deren Persönlichkeit sich ganz allmählich herauskristallisiert, ebenso wie die Umstände ihrer Ermordung. Einen im herkömmlichen Duktus erzählten Krimi darf man sich nicht erwarten. Wie Wäschestücke an einer Leine reiht Carlo Fruttero die inneren Monologe seiner Figuren aneinander und kommt dabei mit erstaunlich wenig kriminalistischem Fachwissen aus. Es fehlt den LeserInnen nicht im Geringsten. Komplex gebaut, seine Figuren liebevoll gestaltend, erzählt der Autor unsentimental eine Tragödie, die ein Krimi trotz aller Spannung immer noch sein sollte. *bn* Bettina Huber
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