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      <marc:subfield code="a">Angaben aus der Verlagsmeldung

Meine Schizophrenie / von Klaus Gauger

Klaus Gauger leidet seit seiner Adoleszenz an paranoider Schizophrenie. Diese schwere psychische Erkrankung ist weit verbreitet, etwa ein Prozent der Bevölkerung erkrankt im Laufe des Lebens daran! Aber gleichzeitig ist diese Erkrankung stark tabuisiert, die Betroffenen leiden unter massiver gesellschaftlicher Ausgrenzung, und müssen ihre Erkrankung oft verheimlichen. Die Geschichte Klaus Gaugers ist in vielerlei Hinsicht typisch, denn er obwohl er früh Hilfe sucht, wird er erst nach vielen Jahren richtig und wirkungsvoll behandelt.

In schonungsloser Offenheit und mit klarer Sprache berichtet der Autor die Geschichte seines sich steigernden Wahns, der ihn am Ende sogar auf eine wilde Reise um den halben Globus führt. Das Memoir ist auch ein Plädoyer für eine menschlichere Psychiatrie - und für eine bessere gesetzliche Regelung der Zwangsbehandlung in Deutschland. Mit einem Nachwort von Professor Dr. Hans-Martin Gauger, dem Vater von Klaus Gauger.

»Im Februar 1994 verlor ich früh morgens gegen 3 Uhr völlig die Kontrolle und brach die Holzvertäfelung meines Zimmers auf, weil ich dahinter Abhörgeräte vermutete. Angesichts meines aufgelösten, panischen Zustands sahen meine Eltern keine andere Möglichkeit als den Notarzt anzurufen. Der kam dann ziemlich schnell - zusammen mit der Polizei. Die beiden hochgewachsenen und jungen Polizisten musterten staunend mein Zimmer: ´Oha, hier hat einer aber ganz schön gewütet´. In der Tat klaffte in der Holzvertäfelung neben meinem Bett ein großes Loch. Ich hatte sie mit der bloßen Faust aufgebrochen und mehrere Holzlatten mit beiden Händen herausgerissen. Das Bett selbst hatte ich umgedreht, um unter ihm nach Abhöreinrichtungen zu suchen. Ich ließ mich widerstandslos zum Einsatzwagen führen. Man brachte mich an die Pforte der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Freiburger Universitätsklinik in der Hauptstraße. Als der Notarzt, der im Wagen mitgefahren war, mich dort übergab, sagte ich ihm: ´One flew East, One flew West, One flew over the cuckoo's nest´. Ich weiß nicht, ob er diese Anspielung verstand.«
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