Seidenraupe, Dschungelblüte
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Titel |
Seidenraupe, Dschungelblüte
|
| Untertitel |
die Lebensgeschichte der Maria Sibylla Merian
|
| Verfasserangabe |
Charlotte Kerner
|
| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Weinheim
|
| Jahr | |
| Umfang |
147 S.
|
| ISBN13 |
978-3-407-80816-5
|
| Schlagwort | |
| Annotation |
Faszinierende Lebensgeschichte der Naturforscherin Maria Sibylla Merian. (BI) Lise Meitner, Hildegard von Bingen, Marie Curie, Maria Sibylla Merian - allen gemeinsam ist ihr bewundernswerter Einsatz für die Naturwissenschaft. Große Frauen ihrer Zeit, deren Arbeit bis in unsere Zeit weiterwirkt. Allen gemeinsam ist auch, dass sie von Charlotte Kern porträtiert wurden. Kerns jüngste Biografie, die von Maria Sibylla Merian, führt uns in die Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die erste deutsche Insektenforscherin wurde 1647 in Frankfurt am Main geboren, als Tochter des Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian. Bereits mit elf Jahren richtet sie sich im Haus ihres Stiefvaters, des Malers Morell, heimlich eine Malerwerkstatt ein. Ihr Vater verstarb, als sie drei Jahre alt war. Als die Familie durch einen Zufall ihr Geheimnis entdeckt, stößt sie auf harten Widerstand bei ihrer Mutter, die sie zu einer "braven, schaffigen Hausfrau" erziehen will. Doch ihr Stiefvater erkennt ihr Talent und bildet sie in seiner Malstube zur Malerin und Kupferstecherin aus. Bereits im Alter von dreizehn Jahren beobachtet sie Seidenraupen, die sie zu Hause hält und füttert. Ihre Beobachtungen hält sie in Zeichnungen und Notizen fest, der Grundstock ihres naturwissenschaftlichen Werkes. Ihr ganzes Leben widmet sie nun der Beobachtung der Natur. Schmetterlinge, Pflanzen und Insekten bleiben bis zu ihrem Tod ihre Forschungsobjekte. Auch die Heirat und die Geburt zweier Töchter sowie mehrmaliger Wohnortwechsel können ihrer Leidenschaft keinen Abbruch tun. Sie veröffentlicht zwei bedeutende Werke - das Blumenbuch und das Raupenbuch - auch ohne die Hilfe ihrer Stiefbrüder, der berühmten Verleger Merian. Sozusagen als Krönung ihres Forscherdranges bereist sie mit 52 Jahren - von ihrem Ehemann schon eine Zeit lang getrennt lebend - mit ihrer jüngeren Tochter Surinam. Sie muss aber den zweijährigen Forschungsaufenthalt aufgrund einer Malariaerkrankung vorzeitig beenden. Wieder genesen schafft sie es trotz widriger Umstände, ihr prächtigstes Buch über die Pflanzen- und Insektenwelt des Regenwaldes von Surinam zu veröffentlichen. Nach drei harten Jahren ist 1705 ihr Hauptwerk, das Surinambuch, fertig. Bis zu ihrem Tod arbeitet sie weiter. Sie will ein zweites Raupenbuch herausgeben, doch muss dieses Werk ihre Tochter vollenden. Maria Sibylla Merian stirbt 1717 arm, aber weltberühmt in Amsterdam. Die flüssig zu lesende Biografie dieser außergewöhnlichen, zielstrebigen Frau fesselt und fasziniert zugleich. Gelebte Emanzipation im 17.(!) Jahrhundert, die Bewunderung verdient. Sehr empfehlenswert. *bn* Alberta Krabacher-Kuprian
|
Erhältlich in folgenden Bibliotheken
|
Öffentliche Bücherei Stanz |
Anfahrt |
|
|
Öffentliche Frauenbibliothek AEP Innsbruck |
Anfahrt |
