Für Polina
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Für Polina
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Takis Würger
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| Medienart | |
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Zürich
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| Jahr | |
| Umfang |
293 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-257-07335-5
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Cornelia Gstöttinger; Um seine große Liebe wiederzufinden, setzt sich der stille Hannes Prager ans Klavier und spielt die Melodien, die in seinem Inneren erklingen. (DR) Das hört sich tragisch und traurig an. Ganz nach dem Stoff, aus dem berührende Liebesgeschichten gemacht sind. Man wird rasch in die Handlung hineingezogen und von der bildhaften Erzählweise des Autors davongetragen: Hannes und Polina kennen sich von Geburt an, ihre Mütter freunden sich auf der Wochenbettstation im Krankenhaus an, die Kinder verbindet von klein auf eine innige Freundschaft. Takis Würger hat ein Händchen dafür, Atmosphäre zu erzeugen. Er braucht wenige Worte und schon hat man die jeweilige Szene, Gerüche und Figuren vor Augen. Hannes wird als wundersames Kind beschrieben. Der stille Junge lauscht in die Welt, Geräusche und Klänge stimulieren ihn sehr stark. Als seine alleinerziehende Mutter Unterschlupf in einer »alten Moor-Villa« nahe einem Naturschutzgebiet findet, wird der kauzige alte Hildebrand Hannes Vertrauter: Er bringt dem zurückhaltenden Jungen das Klavierspielen bei, die Musik wird seine Zuflucht, er übersetzt ganz automatisch Gefühle und Erinnerungen in Melodien. Auch seine Zuneigung zu Polina, die, wild und ungestüm, nicht gegensätzlicher sein könnte. Für sie schreibt er seine erste Klaviersonate. Was er ihr damit eigentlich sagen möchte, verklingt mit den letzten Tönen. Beste Freunde, unglücklich verliebt. Dann passiert ein tragischer Schicksalsschlag und Hannes kann nicht mehr spielen. Er wirkt völlig erstarrt in seiner Trauer. Er, der schmale junge Mann, verdient sich sein Geld damit, schwere Flügel in Häuser wohlhabender Leute zu tragen, statt den Tasten seine Musik zu entlocken. Erst viele Jahre später wird seine Musik die einzige Möglichkeit sein, um wieder in Kontakt mit Polina zu gelangen, die er nie vergessen konnte. Ob es zu einem Wiedersehen kommt, darauf zielen die letzten Seiten des Romans hin. Die Geschichte wirkt aus der Zeit gefallen, ist aber einfach gut erzählt. Würger schmückt sie liebevoll mit kleinen Details aus und verleiht seinen verschrobenen Figuren dadurch ihren eigenen besonderen Charakter. Obwohl ich ein Faible für melancholische Liebesgeschichten habe, konnte mich dieser Bestsellerroman allerdings nicht restlos überzeugen. Manches blieb zu unrealistisch. Das Ende ist Würger jedoch gut gelungen: Handwerklich perfekt und mit stilistischer Leichtigkeit umschifft er schnulzigen Kitsch. Das Buch wird bestimmt viel nachgefragt werden und begeisterte Leser*innen in der Bücherei finden. Allen Büchereien zu empfehlen. |
| Altersbeschränkung |
0
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Walserbibliothek Fontanella |
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