Gesichter
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Gesichter
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| Untertitel |
das Geheimnis unserer Identität
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| Verfasserangabe |
Brian Bates ; John Cleese
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Köln
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| Jahr | |
| Umfang |
240 S.
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| ISBN10 |
3-222-12899-5
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Die Botschaft unseres Gesichts Das Heben der Augenbrauen ist der am häufigsten angewendete Gesichtsausdruck, um jemanden zu begrüßen, es fesselt die Aufmerksamkeit des Betrachters. Wenn sich in einem Gesicht Angst widerspiegelt, lässt es unsere inneren Alarmglocken schrillen. Beim Anblick von vor Schreck geweiteten Augen schlägt unser Herz schneller, und das Angstgefühl überträgt sich. Die Mimik scheint ein naturgegebenes Kommunikationsmittel zu sein, mit dem wir uns unmittelbar verständigen können. Wenn Signale gesendet werden, um über den Gesichtsausdruck Emotionen zu vermitteln, ist nicht nur eine Gehirnregion beteiligt. Während die Produktion von Sprache in dem relativ neuen und klar eingegrenzten Sprachzentrum des Gehirns angesiedelt ist, wird ein grundlegendes Gefühl wie Angst in verschiedenen unbewussten, stammesgeschichtlich älteren Gehirnregionen verarbeitet. Unsere Gesichtsmuskeln versetzen uns in die Lage, bis zu 7000 Gesichtsausdrücke zu erzeugen, ähnlich wie beim Wortschatz nützen wir nur einen Teil des Potentials, nur einige 100 Varianten. Manche Menschen besitzen ein lebhafteres Mienenspiel, sodass ihre Gefühle an die Oberfläche sprudeln, während andere sie mehr kontrollieren. Aus Studien geht hervor, dass Kinder, die sensibel auf die Gefühlsäußerungen anderer Altersgenossen reagieren, beliebter sind. Durch vorgelegte Fotografien konnten sie ihre Fähigkeiten, eine bestimmte mimische Äußerung wie Trauer zu interpretieren, beweisen. Elementare Mimik dürfte biologisch begründet sein. Ekel, Kummer und Trauer zeigen sich bereits früh am Gesicht des Säuglings. Nach etwa vier Wochen setzt Lächeln als Reflex ein, im Alter von sechs bis neun Wochen kann das Baby jemanden gezielt anlächeln, um Kontakt aufzunehmen. Zorn taucht erst im Alter von drei bis sieben Monaten auf. Der Psychologe und Biologe Brian Bates und der BBC Moderator John Cleese schrieben dieses populärwissenschaftliche Buch im Plauderton, das aus dem BBC Mehrteiler "Gesichter" hervorging. Vielfältige Themenaspekte werden angesprochen. Warum sind wir in der Lage, unter sechs Milliarden Gesichtern ein bekanntes wiederzuerkennen? Warum werden manche Proportionen als schön empfungen? Warum unterscheiden sich männliche und weibliche Gesichter? Eva Maltrovsky Juni 2002 *Sz*
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