Ununterbrochen mit niemandem reden

Bezeichnung Wert
Titel
Ununterbrochen mit niemandem reden
Untertitel
Lektüren mit Ilse Aichinger
Verfasserangabe
Thomas Wild
Medienart
Sprache
Person
Auflage
Originalausgabe
Verlag
Ort
Frankfurt am Main
Jahr
Umfang
367 Seiten
ISBN10
3-10-397085-4
ISBN13
978-3-10-397085-2
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung ununterbrochen mit niemandem reden : Lektüren mit Ilse Aichinger Wild, ununterbrochen mit niemandem reden / von Thomas Wild »Orte sind Ausgangspunkte«: Thomas Wilds großer Essay lädt zur Neuentdeckung Ilse Aichingers ein Muß nicht alles immer wieder neu entdeckt werden, um zu bleiben?«, schrieb Ilse Aichinger 1949 in dem frühen Text »Reise nach England«. Ihre Zwillingsschwester war mit einem Kindertransport vor den Nazis nach England geflüchtet, Ilse Aichinger hatte in Wien überlebt. Dieser historische Augenblick ist prägend für Aichingers gesamtes Werk: das zufällige Weiterleben nach dem Massenmord, die Reise übers Meer zur geliebten Schwester und Dover, das »beharrlich und sehr am Rand« an Englands Küste liegt. Thomas Wild hat keine Biographie geschrieben. Was er macht, ist viel einfacher und schöner: Er liest. Er liest feinsinnig und genau die berühmten Texte, er liest unbekanntes Archivmaterial, und er liest den bewegenden Briefwechsel mit der Schwester. Was dabei sichtbar wird, ist eine überraschend aktuelle Poetik der Vielsprachigkeit und Ethik der Gastfreundschaft. Wie Ilse Aichinger nach England reist, so reisen auch ihre Texte immer wieder über Grenzen hinweg, an den Rand, und lassen, beyond, fremde Wörter hinein.
Weiterführende Links