Der Souveränitätseffekt

Bezeichnung Wert
Titel
Der Souveränitätseffekt
Verfasserangabe
Joseph Vogl
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Zürich
Berlin
Jahr
Umfang
319 S.
ISBN10
3-03734-250-1
ISBN13
978-3-03734-250-3
Schlagwort
Annotation
Angaben aus der Verlagsmeldung Der Souveränitätseffekt / von Joseph Vogl In ihrer jüngsten Zuspitzung hat die Finanzkrise zu einer Sklerose politischer Entscheidungsprozesse, zu einer regelrechten Krise des Regierens geführt: Von den hektischen Verhandlungen über die Rettung von Lehman Brothers im September 2008 bis zu den Diktaten europäischer Krisenpolitik haben Expertenkomitees, improvisierte Gremien oder ›Troikas‹ die Regierungsgeschäfte übernommen und wurden ausschließlich durch außerordentliche Ereignisse und Ausnahmefälle legitimiert. Diese Notstandspolitik belegt die Effizienz einer Entscheidungsmacht, die sich in Konsortien aus politischen und ökonomischen Akteuren formiert.Vor diesem Hintergrund verfolgt Joseph Vogl die Dynamik eines kapitalistischen Systems, das durch die Ko-Evolution von Staaten und Märkten geprägt ist und zu einer Intensivierung wechselseitiger Abhängigkeiten führte. Die Entgegensetzung von Politik und Wirtschaft, Staat und Markt erweist sich als Legende des Liberalismus und reicht nicht hin, die Dynamik moderner Regierungsmacht zu fassen. Von frühneuzeitlichen Großunternehmen über die Entstehung von Zentralbanken bis zur Herrschaft der Finanzökonomie wird das Geschick unserer Gesellschaften von unkontrollierten »Souveränitätseffekten« bestimmt, in denen sich die Produktion von Werten mit der Organisation von Macht verknüpft.
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