Zeitverschwendung

Bezeichnung Wert
Titel
Zeitverschwendung
Medienart
Person
Verlag
Ort
Frankfurt/M.
Jahr
Umfang
250 S.
Schlagwort
Annotation
Paul Feyerabend war in erster Linie Mensch. Nur ganz nebenbei, vielleicht zufällig, war er auch Philosoph. So jedenfalls beschreibt er sich in seiner Autobiographie. Wer vermutet, in seinem letzten Werk große Theorien zu finden, liegt falsch. Feyerabend beschreibt, wie er sein Leben gelebt hat, und offen kommt er dabei auch auf seine Fehler zu sprechen. Es entstand ein buntes Kaleidoskop aus wissenschaftlichen Bemerkungen, Aufführungskritiken aus vielen Opernhäusern der Welt und Belanglosigkeiten, die für den autor von Bedeutung gewesen sein mußten. Das alles wurde dem Anschein nach ziemlich planlos vermischt. Beachtlich ist indes die Betrachtungsweise: eine Mischung aus kindlicher Naivität und verklärter Gelassenheit. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) aller Schicksalsschläge fließt immer wieder ein Stück bissiger Selbstironie in seine Erzählung ein. Als Feyerabend etwa über eine Phase seines Lebensberichtet, in der er sich sehr intensiv dem Studium der Geschichte des Kirchendogmas widmete, bemerkt er: "Darüber hinaus hatte ich auch noch Zeit, mir ein Bein zu brechen und einen Gallenstein zu haben. Ich hatte ein erfülltes Leben."