Margarete Maultasch: Erbin zwischen den Mächten
| Bezeichnung | Wert |
|---|---|
| Titel |
Margarete Maultasch: Erbin zwischen den Mächten
|
| Verfasserangabe |
Baum, Wilhelm
|
| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Auflage |
1. Auflage
|
| Jahr | |
| Umfang |
287 Seiten
|
| Schlagwort | |
| Annotation |
Eine Frau im Mittelalter geht ihren eigenen Weg...
Am Allerheiligentag 1341 vertrieb die Tiroler Erbgräfin Margarete Maultasch ihren ungeliebten Mann Johann von Luxemburg, mit dem man sie als Kind vermählt hatte und heiratete Ludwig "den Brandenburger" von Bayern. Trotz Exkommunikation und Verunglimpfung als Hure und Ketzerin behauptete sie sich gegen eine jahrelange Verfolgung durch das Papsttum zu Avignon und den Klerus. Nach dem Tod ihres Sohnes übergab sie das Land Tirol Herzog Rudolf IV. von Österreich, dessen Familie sie im Kampf um die Selbstbehauptung unterstützt hatte. Ihre Lebensentscheidungen erregten derartiges Aufsehen, daß ihr Bild in der Geschichte von Haß und Antipropaganda entstellt wurde. Jakob Grimm fügte das Motiv der "Maultasch" (= "Hure")1816 in seine "Deutschen Sagen" ein; auf diese Weise blieb das Thema allgemein bekannt. Lion Feuchtwangers Roman "Die häßliche Herzogin" dokumentiert das Interesse an Margarete auch im 20. Jahrhundert. Leider sind nur sehr wenige Urkunden usw. erhalten, sodaß der Biograph in erster Linie auf die - nicht immer onjektiven - Zeugnisse der Zeitgenossen angewiesen war. Die "erste Ehescheidung des Mittelalters" sicherte der streitbaren Gräfin einen Platz unter den "Frauen des Mittelalters". Die Resonanz dieser Ereignisse reichte von Italien (Giovanni Villani) bis nach Nordeeutschland. Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um die erste Biographie einer österreichischen Landesfürstin im Mittelalter.
|
| Übersetzung |
Deutsch
|
