Terror - Krieg - Kriegsterror
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Terror - Krieg - Kriegsterror
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| Reihenvermerk |
1/2002
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Bonn
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75 S.
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| Annotation |
Die 12 Beiträge des Schwerpunktheftes von "Wissenschaft & Frieden" zu den Terroranschlägen vom 11. September beleuchten Aspekte, die in den Massenmedien leider meist zu kurz kommen. Die Islamwissenschaftlerin Petra Wey-land skizziert die politischen Ziele von Bin Laden und seine Entwicklung zum Terroristen. Zugleich erklärt sie, wie und warum das ungelöste Palästina-Problem zunehmend "islamisiert" und zu einem Symbol des Anti-Amerikanismus in weiten Teilen der arabischen Bevölkerung werden konnte. Der aus dem Iran stammende Politikwissenschaftler Mohssen Massarrat schildert die Einmischungen der USA im Nahen Osten mit dem Ziel, eigene Interessen zu wahren, beginnend mit dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung Mossadegh 1953 im Iran über die Aufrüstung des Irak zur "stärksten Mili-tärmacht am Persischen Golf" (im Krieg gegen den Iran 1980) und seiner Zerstörung im 2. Golfkrieg 1989 ("ein Krieg mit UN-Mandat") bis hin zur Unterstützung der Taliban in Afghanistan. Bei der "großen Masse an Entrech-teten und Gedemütigten dieser Welt" sei "eine Welle terro-ristischer Nachahmer in den nächsten Jahren" zu befürchten, so der Experte. Allein die Ermöglichung "politischer, ökonomischer und kultureller Selbstbestim-mung der Menschen", wie sie auch in Europa innerhalb zweier Jahrhunderte stattgefunden hat, würde dem Terro-rismus den Nährboden entziehen. Ähnlich argumentiert Robert. M. Bowman, seinerzeit Kampfflieger in Vietnam und heute B ischof der Vereinigten Katholischen Kirche in Melbourne, in seinem Gastbeitrag über "Wege und Irrwege im Kampf gegen den Terrorismus". Erst wenn sich die USA unabhängiger vom Erdöl machen, würde es ihnen - so Bowman - gelingen, zu einer "rationaleren Politik gegenüber dem Mittleren Osten zu finden".
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| ISSN |
09473971
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Salzburg |
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