Fluten

Bezeichnung Wert
Titel
Fluten
Untertitel
Wie man wahnsinnig werden kann
Verfasserangabe
Niels Bolbrinker ; Uwe Krause ; Julia Berg
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Bonn
Jahr
Umfang
1 DVD Video
Schlagwort
Annotation
Zweimal in ihrem Leben ist Frau K. in eine schwere Depression gefallen: einmal in den frühen fünfziger Jahren als junge Frau nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, das andere Mal vor gut zehn Jahren, als ihr zweiter Mann starb. Seitdem lebt sie, nun 78-jährig in einem psychiatrischen Pflegeheim. Seit einiger Zeit hat sie begonnen, ihre Erinnerungen in Form von fragmentarischen Geschichten und Liedern auszudrücken. Thema dieser verschlüsselten Erzählungen sind schwere Traumatisierungen: In der Kriegszeit wurde sie als junges Mädchen Zeugin furchtbarer Gewalt; der jähe Tod ihres ersten Mannes stürzte sie in tiefe Depressionen, die - der Zeit gemäß - mit Elektoschocks behandelt wurden.#Der Regisseur und Kameramann Niels Bolbrinker folgt in diesem Film den Spuren, die seine Mutter mit ihren Erzählungen und Gesängen auslegt, und versucht, sie zu entschlüsseln. Ausgehend von der Biographie der Mutter und seiner Familiengeschichte beschäftigt er sich mit dem Fortwirken kollektiv erlebter Verletzungen und den Versuchen, diese zu heilen.#Der Film beschäftigt sich auch mit dem Alltag im psychiatrischen Pflegeheim, wo sich - im Miteinander der Alten und Behinderten - ein Eigensinn entfaltet, der manches Mal die eigene Krankheit zum Gegenstand ironischer Selbstbetrachtung werden lässt.#Exkurse zur Psychiatriegeschichte beschreiben, wie psychiatrische Therapien sich oft erst durch das Experiment am Patienten begründeten, die Psychiatrie sich sogar willfährig der Rassenpolitik der Nazis angedient hat.

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